Der Z-Wurf, der nicht sein sollte oder manchmal ist Züchter sein sehr schwer

Seit 10 Minuten ist Eva mit Ginger aus der Tierklinik zurück. Da sie noch warten muss, bis Ginger wieder richtig wach ist, kann hier berichtet werden, was geschehen ist:

Am Mittwoch machte Ginger die ersten Anstalten, dass sich ihre Welpen nun bald auf die Welt wollten. Also ließ Eva Ginger ab diesem Moment so gut wie nie aus den Augen. Donnerstagnachmittag waren immer noch keine Welpen da und Eva ging mit Ginger zur Kontrolle zu ihrem Tierarzt, der aber auch nur feststellen konnte, dass die Geburt noch nicht unmittelbar bevorstand und der Muttermund noch fast zu war. Es könne ohne weiteres noch 24 – 48 Stunden dauern. Also warteten Eva und die Buschchaoten weiter auf die Welpen. Nachts schlief Ginger tief entspannt neben Eva (psst, im Bett) und keine Wehe war zu sehen.
Am Samstagmittag platze endlich die Fruchtblase und Ginger wurde merklich unruhiger. Doch Wehen setzen immer noch nicht ein. Gegen 16:30 Uhr bemerkte Eva bei Ginger ersten grünlichen Ausfluss und telefonierte sofort mit ihrem Haustierarzt. Dieser empfahl, am besten mit Ginger gleich in die Tierklinik zu fahren, da er vermutete, dass es nur 2 Welpen seien und diese zu groß für eine normale Geburt wären. Das nächste Telefonat führte Eva mit der Klinik, die ihr für 18:00 Uhr einen Termin gaben (die Klinik ist 45 Minuten entfernt).
Als Eva um 18:00 Uhr mit Ginger dort eintraf, war auch schon Evas Freundin und Gingers Züchterin Wiebke dort, die den beiden beistand. Zunächst einmal wurde ein Ultraschall gemacht, bei dem man ein Welpenherz deutlich pochen sah. Ein zweiter Welpe war schwer zu identifizieren. Zur Sicherheit wurde noch geröntgt. Durch das Röntgenbild  war nun klar, dass es wirklich nur 2 Welpen waren. Ginger bekam eine Wehenspritze und durfte ein wenig mit Wiebke und Eva spazieren gehen. Dann hieß es warten. Es setzen zwar Wehen bei Ginger ein, aber die reichten noch nicht aus, um einen Welpen zur Welt zu bringen. Weitere Untersuchungen und eine 2. Wehenspritze folgten. Irgendwann musste Wiebke auch mal wieder nach Hause und Eva wartete alleine weiter mit Ginger.Gegen halb zehn machte der Tierarzt einen weiteren Ultraschall und es war klar, ein Welpe lebt und einer ist tot. Da nun auch ziemlich deutlich war, dass Ginger die Welpen nicht auf natürlichem Weg auf die Welt bringen kann, entschlossen sich Éva und der Tierarzt zu einem Kaiserschnitt. Um 22:00 Uhr kamen beide Welpen gleichzeitig auf die Welt. Der erste Welpe war viel zu klein, überhaupt nicht richtig entwickelt und bereits dabei sich aufzulösen. Weder Farbe noch Geschlecht waren erkennbar.  Der 2. Welpe, eine wunderschöne schwarz-weiße Hündin, kam zwar sehr verschmiert, aber äußerlich intakt auf die Welt. Doch sie atmete nicht.  Eine Sprechstundenhilfe fing sofort an die kleine zu reanimieren und wechselte sich dann mit Eva ab. Der Tierarzt nahm bei Ginger gleichzeitig eine Kastration vor. Eva und er hatten das so besprochen, da der Tierarzt eine weitere Trächtigkeit für Ginger nicht empfehlenswert fand. Zwischendurch gab er der kleinen Hündin noch ein paar Spritzen, aber es war vergebens. Die kleine war bei ihrer Geburt gestorben, da sie nicht in der Lage war, selbständig zu atmen. Solange sie in Gingers Bauch gewesen war, brauchte sie ja nicht zu atmen. Bestimmt 20 Minuten lang versuchten Tierarzt, Sprechstundenhilfe und Eva die kleine zum Leben zu bewegen, doch es war vergebens.
Aber es wurde auch schnell klar, selbst wenn der Kaiserschnitt bei Ginger Tage früher ausgeführt worden wäre, wäre das Ergebnis das gleiche gewesen. Beide Welpen waren nicht lebensfähig.

Jetzt können alle nur hoffen, dass Ginger sich schnell von ihrer Operation erholt, keine Gesäugeentzündung bekommt (sie hat ein sehr ausgeprägtes Gesäuge voll mit Milch) und sie schnell wieder ihre fröhliche Art hat.

Mit Ginger hat Eva dieses Jahr eine 2. Hündin für die Zucht verloren, denn auch Gipsy wird nach ihren beiden Würfen, die ja ebenfalls voller Komplikationen waren, keine Welpen mehr bekommen.

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