Post für Aika

Wuff, moin, Schwesterherz,
ich liege jetzt zufrieden nach dem Genuss einer getrockneten Rindernase faul auf dem Teppich, Frauchen auf dem Sofa. Die Welt ist wieder in Ordnung. Wir sind zu Hause 😀👍🏻. Ich habe die letzten Tage ganz schön was erlebt, kann ich dir sagen. Es fing damit an, dass wir mal wieder bei anderen Zweibeinern waren, die Frauchen offensichtlich sehr mag. Woher ich das weiß? Das spüre ich. Sind sozusagen good vibrations in der Luft. Da waren wir jetzt schon das dritte Mal. Beim ersten Mal bin ich noch völlig aufgeregt durch das ganze Haus geflitzt, ein neuer Spielplatz … Großartig 😏, was sich Frauchen alles für mich einfallen lässt. Ich holte so allerlei Zeugs von dem steinernen Ding unter dem durchsichtigen Etwas herunter, durch das Hund die Bäume, Vögel etc. sehen, aber nicht riechen und auch nicht anknabbern kann. Du weißt schon was ich meine, ne? Eva hat auch so etwas im Haus. Die Zweibeiner wurden dann nur immer so aufgeregt und riefen ständig diese nervigen Wörter “ nein, runter, pfui“ und so. Voll die Spaßbremsen … Findest du nicht auch? Also die Menschen müssen noch viel von uns Fellnasen lernen, wie man ’ne richtige Gaudi veranstaltet. Aber ich krieg‘ das schon noch hin und du bestimmt auch, Aika. War natürlich zu zweit viel leichter. Die haben zwar auch einen Hund, aber der ist schon älter und hat nie Lust auf Schabernack. Mit mir spielen will er irgendwie auch nicht. Aber du kennst mich ja, ich gebe nicht so schnell auf und ignoriere erst mal seine missbilligenden Knurrlaute. Na ja, bis er dann so richtig sauer wird. Dann werfe ich mich doch lieber mal kurz auf den Rücken, von wegen Kumpel, das war doch gar nicht so gemeint und wenn er schließlich von mir ablässt und sich trollt, belle ich wieder zur Attacke, grins. Aber ich schweife ab. Also inzwischen benehme ich mich dort schon richtig gut und alle sind restlos von mir begeistert und finden mich sooo süüüß. Irgendwann, es war schon stockdunkel, marschierten sämtliche Zweibeiner gut gelaunt nach draußen, einer hatte so komische Holzstäbe unterm Arm. Ob die für mich sind? Zum Kauen und Knabbern? Ich stratzte also aufgeregt mit Frauchen nach draußen. Ich war leider an der Leine. Dort standen noch mehr Zweibeiner herum, die ich noch nie gerochen oder gesehen hatte, auch echt gut gelaunt. Menno und dann wurde es auf einmal richtig laut. Puh, hab‘ ich einen Schreck bekommen. Ich drückte mich erst mal ganz dicht an Frauchens Bein, sozusagen auf Nummer sicher … Der Oldie- Hundekumpel fand den Krach offensichtlich völlig normal, aber ich wollte lieber wieder ins Haus, weg von dem Lärm, zumal die Holzstäbe eh‘ nicht für mich gedacht waren. Dort machte ich es mir zu Frauchens Füßen auf dem kuscheligen Teppich so richtig gemütlich, na ja und irgendwann kamen die Anderen auch wieder rein. Viele Hundeleckerlies später war schließlich Schlafenszeit und ich verbrachte die erste Nacht außerhalb meiner Schlafbox, auf einem Teppich neben Frauchen. Also die lag natürlich nicht auf dem Teppich, sondern etwas erhöht in einem Ding, das die Menschen Bett nennen. Frauchen streichelte mich erst noch und ließ dann ihren Arm herunterbaumeln, so dass ich mich an den herankuscheln konnte. Schön wars. Als ich 5 Stunden später wach wurde, sah Frauchen noch ganz schön verknautscht und müde aus. Ich glaub‘, sie fand es ziemlich blöd, dass ich zum Einen pieseln musste und zum Anderen sturzmunter war … Aber sie hat natürlich rasch das Bett verlassen. Ist ja klar, ich habe sie schon gut im Griff. Es dauerte dann aber doch noch, bis sie alle möglichen Dinge angezogen hat, Frauchen friert nämlich immer 😀. Das ist bei uns Wauzis schon praktischer, wir haben unsere wärmende Decke stets dabei 😋. Leider durfte ich nicht ohne diese lästige Leine herumflitzen. Alle Zweibeiner hatten und haben nämlich Angst vor der „Killerbestie“. Echt wahr. Das soll ein richtig kleiner Hund sein, der auch Waschbären kalt macht und nie loslässt. Ein Jack Russel Terrier. Kannst du dir das vorstellen? Also ich ehrlich gesagt nicht. Der gehört zu den Zweibeinern im Nebengebäude, hat ein Herzproblem und ist schon 10 Jahre alt. Die Bestie heißt Assi und ist eine Sie. Die haben auch immer alle gehörig aufgepasst, dass die Haustür verschlossen war, damit ich nicht mal schnell rauswitsche. Na und wenn ich mal musste, haben sie sich erst mal versichert, ob die Luft rein und die Bestie im Haus ist … Ich sag‘ ja, ich habe echt was erlebt. Nach dem Pieseln hat Frauchen doch glatt geglaubt, sie könne weiterschlafen … Wuff, natürlich nicht. Also, von mir aus schon. Ich habe nämlich erst mal die nähere Umgebung unter die Zähne genommen und außerdem herausgefunden, dass Frauchen sofort das Bett verlässt, wenn ich mit den Vorderpfoten eine höher stehende Lichtquelle, sie nennt es Lampe, anmache. Dann war es taghell im Zimmer. Also die Menschen sind echt zu bedauern, wenn sie nur im Dunkeln richtig gut schlafen können. Das ist bei uns Vierbeinern echt anders. Schließlich hat Frauchen zwar das Bett verlassen, sich dann aber mit ihrer Decke auf das Sofa gelegt und geglaubt, sie könne nun noch ein wenig ruhen und mich im Auge haben. Glatte Fehlanzeige, wuff. Zunächst habe ich mit meinen Pfoten und Zähnen diverse Dinge untersucht. Schwupp, jedes Mal stand Frauchen auf, um mich davon abzubringen. Dann leinte Sie mich an. Mist, das war natürlich erst mal blöd. Aber ich hatte ja noch den Joker “ ich muss mal häufeln“. Den zog ich dann auch recht bald und schwuppdiwupp war ich wieder draußen. Frauchen fror schon wieder und blickte sich außerdem ständig um, ich nehme mal an wegen Killer-Assi. Aber die schlief bestimmt noch. Ich hatte dann aber irgendwie doch Mitleid mit Frauchen und bin ganz brav mit ihr ins Haus getrottet und beschossen, ihr noch etwas Schlaf und mir noch ein kleines Nickerchen zu gönnen. Irgendwann haben wir dann unser zZt. temporär existierendes Rudel wieder komplettiert. Wir -Frauchen und ich – stießen zuletzt dazu. Als alle gerade bei der Nahrungsaufnahme waren. Ich freute mich erst mal wieder wie bolle über meinen Hundekumpel Toby und vor lauter Freude habe ich doch glatt etwas Urin verloren … Ups. Das war mir dann doch etwas peinlich, aber nur ganz kurz, bis ich den Kauknochenrest von gestern auf dem Boden entdeckte. Der war bestimmt von Toby, ich habe meinen nämlich bereits gestern komplett verspeist. War ein Willkommensgeschenk der Zweibeiner. Und schwups, habe ich den erst mal sichergestellt und genüsslich darauf herumgekaut. Hat natürlich nicht lange gedauert, bis ich den vollständig zerkaut und verschlungen hatte. Dann legte ich mich auf Frauchens Füße unter dem Tisch und fand es sturzgemütlich. Meine Morgenportion Futter hatte mir Frauchen bereits nach der Pieselrunde kredenzt. So dass ein Nickerchen jetzt gut in meinen Zeitplan passte. Tja und wieder waren alle tief beeindruckt, was ich doch für ein braver, toller Hund sei. Das mit dem Bravsein sollte hund wirklich nicht übertreiben. Ist ein guter Tipp, Aika. Wenn du zwischendurch mal wieder Blödsinn machst, freuen sich die Zweibeiner über die nächste brave Phase noch viel mehr, wuff, Pfote drauf 🐾🐾! Die Gelegenheit bot sich bald … Wir spazierten alle zusammen draußen herum. Ich durfte ohne Leine herumflitzen und das tat ich auch. Mit wehenden Öhrchen düste ich voraus, kam zurück, schlug Haken, holte mir bei jedem „Hier-Ruf“ von Frauchen ein Leckerchen ab, hüpfte in Gräben, legte mir zum Schutz meines Felles eine kleine Schmutzschicht zu, kurzum, es war border collie schön. Auf dem Rückweg entdeckte ich jedoch etwas, was keiner der Zweibeiner bemerkte … Eine matschige, super duftende, klebrige Fläche, von der ich naschte und meine Pfoten tief hinein versenkte. Wuff, ein Traum. Das fand Frauchen auch, als sie mich rief und ich noch rasch die Nase sauber schleckend zu ihr lief, um mir mein obligatorisches Leckerlie abzuholen. Meine Pfoten waren tiefschwarz, das Bauchfell gut angefeuchtet und meine „Hosen“ hatten auch etwas davon abbekommen. Ich sag‘ ja, ein Traum, für Frauchen und die anderen Zweibeiner offensichtlich ein Albtraum, denn die sirenten bei meinem Anblick geradezu und fanden meine Versuche an ihnen hochzuspringen noch blöder als sonst. Außerdem hielten sie sich die Nase zu und meinten, ich würde grauenhaft stinken. Ts,ts,ts, die haben ja echt keine Ahnung was gerade hipp und trendy ist … 🙄. Echte Brünchenhainer Gülle … das ist mal ein ganz besonderer Duft … Typisch, diese Spaßbremsen leinten mich an und wollten mir doch dann tatsächlich die Beine und Pfoten waschen. Ich habe mich gewehrt so gut ich konnte und 1:0 für mich, schaffte es sogar, mich bei der Prozedur aus dem Geschirr zu winden. Wenn ich gewollt hätte, wäre ich entkommen, so ließ ich Frauchen in dem Glauben, sie hätte mich sicher am Schlafittchen. Ich wollte ihr nicht noch mehr zumuten. Du musst immer alles wohl dosieren für die Zweibeiner, Aika, merk‘ dir das. Dann kam ich wieder ins Geschirr, es wurde neues – zum Glück warmes Wasser geholt – und mit einem Lappen kräftig gerubbelt, um die Schwärze von meinen ursprünglich weißen Pfoten zu bekommen. Es ist geglückt. Sie sind wieder relativ weiß und ich checkte dann zum Trocknen im Auto ein. War sicher gut gemeint, aber der Teppich im Haus hätte es auch getan. Kurze Zeit später kam Frauchen und wir fuhren nach Hause. Dort klaubte Frauchen – bevor sie mich aus dem Auto ließ – auch so komische dünne Holzstäbe und so anders Zeug auf. Dann durfte ich raus, pieselte im Garten und lief mein Revier ab. Schnell fand ich etwas, was Frauchen übersehen hatte und kaute darauf rum. Als sie den „Hier-Ruf“ tätigte, stellte ich mich taub und wenn sie sich mir näherte, flitze ich davon. Das war echt ein super Spiel, aber irgendwie verdüsterte sich Frauchens Gesicht dabei, die hatte offensichtlich gar keinen Spaß und es hörte sich an, als hätte sie Sorge, ich würde dieses komische Plastikteil zerkauen und runterschlucken. Hatte ich eigentlich auch vorgehabt, aber dann tat mir Frauchen doch Leid. Ist ja schön, dass sie sich um mich sorgt. Also habe ich das Teil irgendwann ausgespuckt und achtlos liegen lassen und schon war Frauchen wieder glücklich, stürzte sich auf das Teil und steckte es in ihre Tasche. Wir gingen dann ins Haus, ich bekam die anfangs erwähnte Rindernase und machte es mir auf dem Teppich und Frauchen auf dem Sofa gemütlich. Sö, das wars. Wie ist es dir und den anderen Buschchaoten denn gegangen? Es war übrigens mega toll, dass ihr neulich bei uns vorbeigekommen seid und wir so richtig im Garten toben und flitzen konnten. Das sollten wir öfter machen. Jetzt muss ich Schluss machen und noch ein bisschen chillen.

Liebe Grüße an alle Chaoten und natürlich auch an Eva,
Dein Bruderherz Anouk 🐾🐾

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Aika, Allgemein, Zucht veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s