Manche Träume und Hoffnungen sind viel zu früh vorbei

Heute musste Eva den schweren und letzten Weg mit Anouk gehen. Die Diagnose war schon einige Wochen alt, aber gerade bei so einem jungen Hund hat man immer noch Hoffnung.

Anouk war als Welpe zu einer tollen Besitzerin gezogen, die leider ein paar Wochen nach seinem Einzug schwer krank wurde. So kehrte Anouk für die nächsten Monate zu Eva und den Buschchaoten zurück. Nachdem er kurz vor Weihnachten für ein paar Tage zu seiner Besitzerin zurückkehrte, zog er Anfang Januar in eine Dauerpflegestelle nach Kassel. Dort blieb er für ein Jahr, da sein Frauchen weiterhin um ihre eigene Gesundung kämpfen musste und muss. Gegen Ende letzten Jahres traten bei Anouk Krampfanfälle auf und die erste Diagnostik begann. Anouk kehrte in diesem Jahr zu Eva zurück und sie ließ ihn in der Tierklinik komplett durchchecken. Leider stellte sich schon bald heraus, dass die Erkrankung sehr ernst war. Er hatte immer häufiger Schmerzen und musste nachts bis zu acht Mal raus. Außerdem entwickelten sich extreme Verhaltensauffälligkeiten und Anouk musste, wenn Eva ihn nicht beaufsichtigen konnte, gesichert untergebracht werden. Er brachte sich selber immer öfters in lebensgefährliche Situationen und biss unvermittelt um sich. Eva und auch die behandelnden Tierärzte hofften immer noch, dass sich eine Besserung einstellen würde, doch leider entwickelte es sich immer mehr in die falsche Richtung. In den letzten Nächten wimmerte Anouk fast durchgehend vor Schmerzen und wusste oft nicht mehr wo er war und was er wollte oder sollte. Aber er hatte auch immer noch einige fröhliche und entspannte Zeiten, in denen man den vertrauten Anouk sah.

Und heute musste Eva dann die endgültige Entscheidung treffen. Anouk litt sichtlich, konnte den ganzen Tag nicht mehr schlafen, kein Urin oder Kot halten und rannte nur noch ziellos und winselnd hin und her.

In einem Gespräch vor ein paar Tagen mit Anouks Besitzerin hatte Eva versprochen, dass  Anouk sich nicht quälen müsste und sie ihn auf seinem letzten Weg begleiten würde.

Wie viele Träume heute endeten, kann sich jeder vorstellen, der mit seinem Hund intensiv zusammengelebt hat.

Anouk, in Deinem viel zu kurzen Leben hast Du viele durch Deine Art und Dein Wesen begeistert. Dein Frauchen hatte viele Pläne mit Dir, die schon so schnell ruhen mussten. Aber Du konntest Dich fröhlich auf jede neue Situation und jede neue Herausforderung einlassen.
Jetzt müssen wir ohne Dich leben. Das wird schwer sein, aber ein Stückchen von Dir wird immer bei uns sein und in unseren Gedanken wirst Du uns immer begleiten.

Run free, mein Puppy.
Anouk

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Eine Antwort zu Manche Träume und Hoffnungen sind viel zu früh vorbei

  1. Renate Busch schreibt:

    Ich habe das gerade mit großer Bestürzung gelesen. Mir kommen die Tränen. Für mich ist mein Hund das wertvollste Geschenk im Leben. Ich trauer mit euch.

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